Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht den heute von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf des Industrial Accelerator Acts (IAA) kritisch. Erwartet wurden Initiativen zur Steigerung von Standortattraktivität und Innovation. Stattdessen legt die Kommission nun bürokratische Marktzugangs- und Materialvorgaben vor.

VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Sollten die vorgeschlagenen Materialvorgaben hinsichtlich EU-Herkunft und CO2-Reduktion an verschiedenen Stellen Eingang in die finale Fassung finden, entstünde ein nicht beherrschbares Bürokratiemonster und eine weitere Kostenbelastung – und zwar für alle Automobilhersteller und deren Kunden. Attraktive Standortbedingungen und Wettbewerb sind Grundvoraussetzungen für Innovation. Innovationsführerschaft in offenen Märkten und globaler Vernetzung ist für die Zukunft der Automobilwirtschaft entscheidend. Diesem Anspruch Europas wird der heutige Entwurf leider nicht gerecht.“

Positiv für den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland ist, dass der Entwurf keine Auswirkungen auf das aktuelle Förderprogramm für Privatkunden hat, das rückwirkend zum 1. Januar 2026 gilt. Damit bleiben Fahrzeuge aller Marken der internationalen Automobilhersteller nach wie vor förderfähig.

VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Es ist ein gutes Signal für Kunden, die auf der Suche nach bezahlbaren Modellen im E-Auto-Segment sind und die Förderung der Bundesregierung nun in Anspruch nehmen wollen. Denn gerade internationale Hersteller ermöglichen mit günstigen Fahrzeugen den Einstieg in die Elektromobilität für breite Bevölkerungsschichten auch mit kleineren und mittleren Haushalteinkommen“.

Im vorliegenden Entwurf wurden Hürden ausgeräumt für Märkte, mit denen Freihandelsbeziehungen bestehen. „Wir haben den Entstehungsprozess des IAA-Entwurfs in den letzten Wochen eng verfolgt und bewerten es positiv, dass die Fokussierung auf internationale automobile Handelsverflechtungen und Gegenseitigkeit im Laufe der Entwürfe zunehmend Eingang gefunden hat. Allerdings besteht weiterer Nachbesserungsbedarf“, so Labbé weiter.

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