Hybrid

Vor über 20 Jahren wurde der erste Hybrid-Pkw von einem internationalen Hersteller angeboten: Schon damals erreichte das Auto durch die Kombination von Verbrennungsmotor und Elektromotor einen besonders niedrigen Kraftstoffverbrauch. Weiterentwickelte Vollhybride leisten heute einen wesentlichen Beitrag zu Senkung des CO2-Ausstosses. Allein 2018 haben die internationalen Hersteller in Deutschland rund 50.000 Hybridautos verkauft.

Rund 25 Prozent weniger Verbrauch

Hybrid-Fahrzeuge kombinieren einen konventionellen Benzinmotor mit einem Elektroantrieb. Deren intelligentes Zusammenspiel ermöglicht eine deutliche Kraftstoffersparnis, verringerte Abgasemissionen und ein besonderes Fahrerlebnis. Der Hybridantrieb setzt in jeder Fahrsituation automatisch den optimalen Antrieb ein. Bei Geschwindigkeiten bis etwa 50 km/h können Hybride kurze Strecken rein elektrisch fahren. Bei höheren Geschwindigkeiten oder bei zügigerer Fahrweise nutzen sie die kombinierte Kraft von Elektro- und Verbrennungsmotor. So ist das Fahrzeug streckenweise rein elektrisch unterwegs oder kann zusätzliche Leistung dynamisch abrufen.

Seine Vorteile kann der Hybrid besonders im dichten Stadtverkehr mit wechselnden Geschwindigkeiten und häufigem Stop-and-Go ausspielen. Bewegungsenergie wird beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt. Dadurch wird die Batterie geladen, während Bremsenergie bei konventionellen Fahrzeugen einfach verloren geht. Vollhybride verbrauchen so in der Regel rund 25 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare Benziner-Modelle.

Verschiedene Hybridvarianten

Die internationalen Hersteller setzen vor allem auf Vollhybride – also Fahrzeuge, deren zusätzlicher E-Motor stark genug ist, um das Fahrzeug rein elektrisch anzutreiben. Häufig werden auch so genannte Mild-Hybride (MHEV) als Hybrid bezeichnet. Der wesentliche Unterschied zum Vollhybrid besteht darin, dass Mild-Hybride nicht vollelektrisch fahren können. Der Verbrennungsmotor wird lediglich von einem Elektromotor unterstützt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten oder im Stillstand kann sich der Verbrennungsmotor selbst abschalten. Der Startergenerator mit 48 Volt startet den Motor bei Bedarf automatisch wieder. Durch die Entlastung des Benziners kann der Kraftstoffverbrauch dennoch gesenkt werden. Die Ersparnis ist jedoch deutlich geringer als beim Vollhybrid.

Ein Plug-in Hybrid ist eine weitere Hybridvariante. Allerdings mit einer externen Lademöglichkeit: Die Hybridbatterie wird per Stecker geladen („plug in“ bedeutet „einstecken“) und hat eine größere Kapazität, so dass auch deutlich längere Strecken rein elektrisch zurückgelegt werden können.

Aus dem Bereich Alternative Antriebe

Elektromobilität
Wasserstoff
Ladeinfrastruktur
Gasantriebe
Hybrid