Wasserstoff

Wasserstoff wird für klimafreundliche Mobilität in der Zukunft von großer Bedeutung sein. Kurze Tankzeiten, hohe Reichweiten, guter Komfort und geringes Gewicht sind wichtige Argumente für Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV). Wasserstoffautos erreichen – anders als Elektrofahrzeuge – damit schon heute Leistungsdaten, die mit denen eines Benziners vergleichbar sind, bei lokaler Emissionsfreiheit. Die Brennstoffzelle spielt insbesondere bei schweren Nutzfahrzeugen und zum Teil auch Bussen eine wichtige Rolle. Denn für den Transport großer Lasten über die Langstrecke wird die Batterie auf absehbare Zeit nicht geeignet sein.

Bei der Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen sind einige internationale Hersteller führend. Sie bieten bereits serienreife, alltagstaugliche Brennstoffzellenfahrzeuge an. Auch am Aufbau der notwendigen Wasserstofftankstelleninfrastruktur beteiligen sich die internationalen Hersteller.

Wasserstoff

Empfehlungen

Damit Wasserstoff als Kraftstoff auch in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnt, empfehlen die internationalen Hersteller der Bundesregierung, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Dafür gilt es vor allem sicherzustellen, dass der Aufbau eines bundesweiten Netzes von Wasserstofftankstellen mit hohem Tempo fortgesetzt wird. Die gesetzten Ziele von 100 Tankstellen, die bis Ende 2019 in Betrieb sein sollen und weiteren 300 im Anschluss sollten erreicht werden. Durch eine Förderung von Erzeugungsanlagen mit ein bis zwei Milliarden Euro sollte ab 2021 die Produktion von regenerativem Wasserstoff in Deutschland angestoßen werden. Damit darüber hinaus auch deutlich mehr Brennstoffzellenautos auf die Straßen kommen, ist eine passgenaue Förderung der Anschaffung und des Betriebs notwendig. Schließlich kann die öffentliche Hand durch gezielte Beschaffung von FCEV einen erheblichen Beitrag leisten.

Wie funktioniert ein Brennstoffzellenauto?

In einem Brennstoffzellenauto wird Wasserstoff in speziell entwickelten Tanks unter dem Fahrzeuginnenraum gespeichert. Zum Antrieb des Autos wird der Wasserstoff in die Brennstoffzelle geleitet und reagiert dort mit dem Sauerstoff, der durch Lufteinlässe in den Verdichter gelangt. Durch diese chemische Reaktion entsteht die Elektrizität, die den Elektromotor antreibt. Das einzige, völlig unschädliche Emissionsprodukt Wasserdampf wird nach außen abgeführt. Zusätzlich wird in einer Hochvolt-Batterie die Bremsenergie gespeichert und als Unterstützung etwa bei Überholmanövern eingesetzt.

Emissionen von Wasserstoffautos im Vergleich

Vergleicht man die Klimabilanz von Brennstoffzellenfahrzeugen und batterieelektrischen Fahrzeugen, dann wird eines deutlich: Sowohl Wasserstoff als auch Strom werden heute noch nicht zu 100 Prozent aus regenerativen Energien erzeugt. Wasserstoff wird meist aus Erdgas gewonnen. Die Stromerzeugung verursacht beim heutigen deutschen Strommix ebenfalls noch CO2-Emissionen. Auch die Produktion von Brennstoffzellen- und Elektroautos ist nicht klimaneutral. Und dennoch zeigen zahlreiche Studien, dass beide Systeme schon heute eine CO2-ärmere Mobilität ermöglichen als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren.

Dieser CO2-Vorteil wird in Zukunft noch deutlich ansteigen: Denn je höher der Anteil von regenerativ erzeugtem Strom oder Wasserstoff ist, desto weniger Treibhausgasemissionen fallen an. Wenn zu 100 Prozent regenerative Energien zum Einsatz kommen, sind sowohl Brennstoffzellenfahrzeuge als auch Batterieelektroautos herkömmlichen Verbrennungsmotoren in der Klimabilanz weit überlegen.

Tankstellennetz

Derzeit müssen Fahrer ihre Routen bei langen Strecken planen, um rechtzeitig die nächste Wasserstofftankstelle ansteuern zu können. Doch bis 2023 sollen in Deutschland rund 400 Stationen stehen, an denen Wasserstoff getankt werden kann.

Verantwortlich für den flächendeckenden Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland ist H2 Mobility, ein Unternehmen, das von der Mineralölwirtschaft und der Automobilindustrie getragen wird. Drei internationale Hersteller begleiten H2 Mobility als assoziierte Partner. H2 Mobility erhält außerdem Fördermittel im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung sowie von der Europäischen Kommission im Projekt Hydrogen Mobility Europe.

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