Saubere Luft

Die Zukunft des Dieselmotors und die Entwicklung der Luftqualität sind weiterhin wichtige Themen, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch für den VDIK. Dabei bleibt vor allem die Vermeidung von Fahrverboten eine zentrale Herausforderung.

Umtauschprämien wirken

Das wesentliche Instrument ist dabei die Bestandserneuerung, also der Austausch älterer Dieselfahrzeuge mit höheren Stickoxid-Emissionen. Diese Umtauschprämien werden von den internationalen Herstellern mit großem Erfolg angeboten.

Nach einer eigenen Berechnung des VDIK sind durch die Maßnahmen in den Jahren 2017 und 2018 mehr als 500.000 Diesel-Pkw der Abgasnormen Euro5 und schlechter zusätzlich aus dem Bestand verschwunden. Ohne die Förderung der Bestandserneuerung wäre 2017 und 2018 ein Rückgang an Diesel-Pkw der Klassen Euro5 und schlechter um rund 1,5 Millionen zu erwarten gewesen. Tatsächlich sank der Bestand aber um knapp 2 Millionen und damit um etwa 500.000 Einheiten mehr als erwartet. Dieser Effekt geht auf die Umstiegsprämien zurück.

Effekt der Diesel-Umstiegsprämien

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Quelle: KBA FZ1; VDIK

Saubere Diesel-Fahrzeuge verbreiten sich schnell

Zu beobachten sind nicht nur zahlenmäßige Veränderungen, sondern auch qualitative: Ab 2017 wuchs der Bestand von Benzinern und alternativen Antrieben stärker als Diesel. 2018 ging die Zahl der zugelassenen Diesel-Pkw sogar leicht zurück. Dies führte zu einer Veränderung hin zu Antriebsarten mit deutlich geringeren Stickoxid-Emissionen.

Seit 2018 werden darüber hinaus Stickoxid-arme Diesel-Pkw der Norm Euro6d-Temp zugelassen – mit stark steigender Tendenz. Der Bestand dieser besonders sauberen Fahrzeuge beläuft sich zur Jahresmitte 2019 auf über 650.000 Fahrzeuge. Sogar Fahrzeuge mit der nächsten, noch strengeren Euro-6d-Norm bieten internationale Hersteller bereits an.

Luftqualität in Städten wird immer besser

Damit wird deutlich, dass die beschleunigte Bestandserneuerung funktioniert. Als Folge dieser und weiterer Maßnahmen ist eine positive Entwicklung der gemessenen Luftqualitätswerte in den Städten zu verzeichnen. 2018 überschritten noch 57 Städte den Luftqualitätsgrenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Im Jahr 2017 waren noch 65 Städte betroffen. In 42 Städten betrug die Überschreitung 10 Mikrogramm oder weniger.

Die VDIK-Mitgliedsunternehmen setzen Umtauschaktionen fort und unterstützen die Flottenerneuerung zusätzlich durch ein umfassendes Angebot alternativer Antriebe und von Euro6d- sowie Euro6d-Temp-Fahrzeugen. Damit leisten die internationalen Kraftfahrzeughersteller einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Fahrverboten und einer stetigen Verbesserung der Luftqualität.

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