Trotz schwacher Dezemberzahlen wurden 2023 in Deutschland deutlich mehr reine Elektroautos verkauft als im Vorjahr. Die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Pkw (BEV) stiegen im Gesamtjahr um 11,4 Prozent auf 524.219 Einheiten. Das entspricht 18,4 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen und ist der bisher höchste BEV-Anteil auf dem deutschen Markt. 2022 waren 17,7 Prozent aller Neuzulassungen reine E-Fahrzeuge.

Im Dezember gingen die BEV-Neuzulassungen aufgrund des sehr starken Vorjahresmonats um 47,6 Prozent auf 54.654 Fahrzeuge zurück. Für 2024 erwartet der VDIK aufgrund des Wegfalls der E-Auto-Förderung ein Jahr der Ungewissheit für den E-Auto-Markt.

Insgesamt erreichten Pkw mit alternativen Antrieben – also reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gas – im letzten Jahr 1,38 Millionen Neuzulassungen (+4,8 Prozent). Der Anteil der Pkw-Zulassungen mit alternativen Antrieben lag damit 2023 bei 48,5 Prozent (2022: 49,6 Prozent). Im Dezember 2023 waren 129.584 neu zugelassene Fahrzeuge (minus 40 Prozent) mit alternativen Antriebstechniken ausgestattet.

Den größten Anteil in der Gruppe der alternativen Antriebe hatten Hybridfahrzeuge ohne Stecker (23,4 Prozent). Vor allem Mild-Hybride legten stark zu: + 45,4 Prozent im Vergleich zu 2022. Von den 664.580 neu zugelassenen Hybrid-Fahrzeugen sind 93.562 Voll-Hybride, die zu einem sehr großen Teil von Mitgliedsunternehmen des VDIK kommen.

Einen starken Rückgang um 51,5 Prozent verzeichneten 2023 dagegen wie erwartet die Plug-In Hybride (PHEV). Im Dezember 2023 lag das Minus bei 74,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Hintergrund: Im Dezember 2022 kam es aufgrund des ab Januar 2023 wirksamen Wegfalls des Umweltbonus für PHEV zu einer Zulassungswelle dieser Antriebsart.

Zwischen Januar und Dezember 2023 wurden außerdem 13.147 Flüssiggas-Pkw neu zugelassen (-12,4 Prozent). Hinzu kommen 263 Brennstoffzellen-Pkw.

Der VDIK aktualisiert regelmäßig die Liste der Elektrofahrzeuge von internationalen Herstellern. Die VDIK-Elektroliste kann hier abgerufen werden.

Neben den Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken wurden im Jahr 2023 außerdem 978.660 Benziner und 486.581 Dieselfahrzeuge neu zugelassen. Der Benziner-Anteil an den Pkw-Gesamtzulassungen betrug 34,4 Prozent, Diesel liegen bei rund 17 Prozent.

Dezember Januar – Dezember
+/- (%) +/- (%) Anteil am
Gesamt-
markt
Marktanteil
VDIK (%)
BEV 54.654 -47,6 524.219 11,4 18,4 39
PHEV 17.894 -74,4 175.724 -51,5 6,2 35
FCEV 6 -91,9 263 -68,5 0,0 90
Elektrofahrzeuge 72.554 -58,4 700.206 -16,0 24,6 38
Hybride
darunter:
55.687 38,0 664.580 42,9 23,4 44
Voll-Hybride 7.541 18,8 93.562 28,9 3,3 93
Mild-Hybride 48.146 41,6 571.018 45,4 20,1 36
CNG 23 -80,5 1.327 -28,1 0,0 59
LPG 1.320 11,4 13.147 -12,4 0,5 98
Alternative Antriebe (gesamt) 129.584 -40,0 1.379.260 4,8 48,5 42
Benzin 74.894 16,1 978.660 13,3 34,4 40
Diesel 37.403 10,3 486.581 3,0 17,1 32
Pkw (gesamt) 241.883 -23,0 2.844.609 7,3 39

Glossar

Elektrofahrzeuge: BEV, PHEV und FCEV
BEV, Batterieelektrisches Fahrzeug, engl: Battery Electric Vehicle
PHEV, Plug-In-Hybrid, engl: Plug-In Hybrid Electric Vehicle
FCEV, Brennstoffzellenfahrzeug / Wasserstofffahrzeug, engl.: Fuel Cell Electric Vehicle
HEV, Hybride ohne Stecker bzw. nicht aufladbar, engl.: Hybrid Electric Vehicle
CNG, Gasförmiges Erdgas, engl: Compressed Natural Gas
LPG, Flüssiggas bzw. Autogas, engl: Liquified Petroleum Gas

Als Mild-Hybride werden Modelle mit einer maximalen Leistung des E-Motors von 20 KW eingestuft, bei Voll-Hybriden beträgt die maximale Leistung des E-Motors mehr als 20 KW.

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