Geschichte

Etablierte Interessenvertretung

Bereits vor der Gründung des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK) bestand eine Vereinigung innerhalb des Zentralverbandes des Kraftfahrzeughandels und –gewerbes e.V. (ZDK), die „Gruppe Importeure von Kraftfahrzeugen“. Anno 1952 wurde dann der VDIK in Frankfurt am Main aus der Taufe gehoben. Sieben Automobilimporteure lösten sich aus dem ZDK und gründeten ihre eigene Interessenvertretung. Fiat war damals größter Importeur und gehörte neben den Fabrikaten Austin, Chrysler, Dodge, Nash, Packard, Simca und Willy’s Overland zu den Gründungsvätern. Heute gehören fast alle in Deutschland vertretenen Generalvertretungen der internationalen Kraftfahrzeughersteller dem Verband an und derzeit vereinigt der VDIK 34 Mitgliedsmarken des Pkw- und Nfz-Bereichs.

Der Verband sollte nach dem Willen seiner Gründer „... die allgemeinen ideellen und wirtschaftlichen Interessen der Importeure von Kraftfahrzeugen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland einschließlich West-Berlin durch die freiwillige Vereinigung der mit der Einfuhr von Kraftfahrzeugen beschäftigten Firmen fördern und schützen.“ Selbstverständlich umfasst das Verbandsgebiet mittlerweile das wiedervereinigte Deutschland.

Die klassischen Aufgabengebiete des Verbandes sind damals wie heute die Interessenvertretung der Mitglieder gegenüber Gesetzgeber, Regierung, Behörden, Institutionen und Organisationen in Deutschland. Die Beratung und Förderung des Gedankenaustauschs im Mitgliederkreis sind weitere Anliegen. Dafür tritt der VDIK häufig als Bindeglied der Informationskette zwischen Regierung, europäischer Kommission und den nationalen Generalvertretungen der internationalen Kraftfahrzeughersteller auf. Der VDIK pflegt seit langem sehr enge Kontakte zur Politik und zu den einschlägigen Ministerien, um rechtzeitig in Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden. Seit 2003 verfügt der VDIK zur Kontaktpflege neben seinem Hauptsitz in Bad Homburg auch über eine eigene Repräsentanz in der Bundeshauptstadt Berlin. So wird die internationale Automobilbranche frühzeitig in die Lage versetzt, selbst Anregungen zu geben oder andererseits die Erfordernisse des deutschen Automobilmarktes in die Produktion einfließen zu lassen.

Daneben vertritt der Verband die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den Behörden der Europäischen Kommission. Es handelt sich hierbei vor allem um fabrikatsübergreifende europäische Themen der Automobilbranche wie z.B. die Gruppenfreistellungsverordnung, die Typgenehmigung, das Zulassungsverfahren und die Umweltgesetzgebung.

Mit 34 namhaften Automarken aus aller Welt bieten die VDIK-Mitglieder fast die gesamte Importpalette. Ihr Lieferprogramm umfasst dabei über 2.000 Pkw-Modelle inklusive deren vielfältigen Varianten und zahlreiche Nutzfahrzeugmodelle. Dennoch bewahrt sich jede Marke ihre Eigenständigkeit und behauptet sich auf dem anspruchsvollen deutschen Markt nicht nur gegen die deutschen Marken sondern auch gegen die anderen Importmarken.

Im Pkw-Bereich repräsentieren die VDIK-Mitglieder 99 Prozent der Neuzulassungen aller Importmarken und erreichen mit jährlich über einer Million Neuzahlungen einen Marktanteil von knapp 36 Prozent, im Gründungsjahr lag er bei nur 4 Prozent. Im Nutzfahrzeug-Bereich entwickelte sich ihr Marktanteil von unter einem Prozent auf rund 27 Prozent und aktuell über 90.000 Neuzulassungen jährlich.

Die internationalen Hersteller verfügen in Deutschland über rund 14.000 Händlerstützpunkte und beschäftigen dort und in den deutschen Vertriebszentralen über 100.000 Menschen. Sie sind für Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Die Mitgliedsunternehmen investieren seit Jahren auch in ihre Infrastruktur, errichten europäische Logistik-, Schulungs-, Entwicklungszentren sowie teilweise ihre Europazentralen in Deutschland. Die Mutterhäuser der Hersteller sind Großkunden bei deutschen Zulieferfirmen.



25 Jahre AUTO MOBIL INTERNATIONAL (AMI)

Seit 1991 ist der VDIK 25 Jahre lang ideeller Träger der Leipziger Messe AUTO MOBIL INTERNATIONAL (AMI) gewesen und blickt auf die Erfahrung von 22 Messeterminen zurück. Zur Premiere der ersten ostdeutschen Automesse nach der Wiedervereinigung - der damaligen „Auto ’91 - aber sicher“ - kamen bereits 113.000 Besucher nach Leipzig, um sich die Erzeugnisse von 273 Ausstellern anzusehen.

Als Eröffnungsveranstaltung für das neue Leipziger Messegelände im Norden der Stadt setzte die AMI im April 1996 Rekordmarken. Über 251.000 Besucher interessierten sich für das Angebot der 386 Aussteller aus 21 Ländern. 1998 fand erstmals die Fachausstellung für Werkstatt- und Tankstellenausrüstungen AMITEC im Rahmen der AMI statt, die mit 425 Ausstellern und 275.800 Besuchern aus 58 Ländern erneut Bestwerte verzeichnete. Die AMI ist fest im internationalen Messekalender etabliert und eine der wichtigsten Pkw-Messen Deutschlands gewesen.