Technik

Rettungsdatenblätter der VDIK-Mitglieder

Rettungsdatenblätter für Feuerwehren

Die ständige Verbesserung der Sicherheit und der technischen Ausstattung der Fahrzeuge ist für die internationalen Fahrzeughersteller schon immer ein zentraler Bestandteil der Entwicklungsarbeiten. Dank der Bemühungen der internationalen Automobilindustrie wurde die passive und aktive Sicherheit der Fahrzeuge in den letzten Jahrzehnten stetig vorangetrieben. Diese Verbesserungen haben wesentlich dazu beigetragen, dass in Deutschland die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten seit 1970 um über 80% abgenommen hat.

Doch trotz aller Bemühungen, die Fahrzeuge und den Straßenverkehr noch sicherer zu gestalten, wird auch zukünftig die Möglichkeit eines Unfalls nicht gänzlich auszuschließen sein. Durch die Einführung moderner Werkstoffe und Sicherheitsausstattungen sowie alternative Antriebe in den Fahrzeugen steigen dabei die Anforderungen an die Rettungskräfte.

Gemeinsames Ziel ist es, die Rettungskette möglichst kurz, schnell und effektiv zu gestalten. Um im Falle eines Unfalls den Rettungskräften die Erfüllung ihrer Aufgaben zu erleichtern, wurde von der Automobilindustrie eine standardisierte Darstellung detaillierter Informationen zur Unterstützung der patientengerechten Rettung in Form von fahrzeugmodellspezifischen Rettungsdatenblättern eingeführt.

Die Gestaltung der Datenblätter erfolgte dabei in Abstimmung mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (VFDB) und den Rettungsärzten (siehe VFDB-Richtlinie).

Um die Vielzahl der Rettungsdatenblätter effektiv, sicher und aktuell handhaben zu können, haben VDIK und VDA gemeinsam mit der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium ein zukunftsweisendes Projekt initiiert und erfolgreich auf den Weg gebracht. Die hierfür notwendige Software und dazugehörige Datenbank wurde im Auftrag von VDIK und VDA durch DAT entwickelt und unter dem Namen SilverDAT FRS eingeführt. Dabei wird den Rettungskräften über eine seit Anfang 2013 verfügbare Online-Kennzeichenabfrage die Möglichkeit geboten, sehr schnell das jeweils zutreffende Rettungsdatenblatt eines verunfallten Fahrzeuges online aufzurufen und die speziellen fahrzeugbezogenen Angaben bei der Rettungsarbeit zu berücksichtigen.

Die Qualität der verfügbaren Informationen wird dabei durch vertragliche Vereinbarungen zwischen DAT und den Automobilherstellern gewährleistet. Nur bei der DAT-Software SilverDAT FRS wurde durch diese vertragliche Autorisierung durch die Fahrzeughersteller sichergestellt, dass immer die aktuellsten Informationen vorliegen und die größtmögliche Datenqualität erreicht wird.

Mit der DAT Software SilverDAT FRS, in Verbindung mit der Kennzeichenabfrage, wurde für die Rettungskräfte ein praktikables Informationssystem geschaffen, das als wichtiger Baustein innerhalb der technisch-medizinischen Unfallrettung angesehen werden muss.

Da bereits viele Rettungsdatenblätter auch mehrsprachig vorliegen, ist eine Übertragbarkeit des Systems auf andere Staaten weltweit möglich. Auch die Anbindung zum künftigen europäischen, automatischen Notrufsystem eCall wurde bereits heute in der DAT FRS Software berücksichtigt.

 

Rechtlicher Hinweis:

Der VDIK ist für die Inhalte der Rettungsdatenblätter und Rettungsleitfäden der Hersteller nicht verantwortlich.

Die Inhalte dieser Internetseite sind ausschließlich für ausgebildete Retttungsfachkräfte zum Zwecke der technischen Personenrettung aus Fahrzeugen an der Unfallstelle in Deutschland geeignet. Die fahrzeugspezifischen Informationen dürfen ausschließlich für diesen Zweck eingesetzt werden.