Rettungsdatenblätter

Die ständige Verbesserung der Sicherheit und der technischen Ausstattung ist für die internationalen Fahrzeughersteller ein wichtiges Ziel in der Forschung und der Entwicklung. Gleichzeitig gilt es, dafür zu sorgen, dass Fahrzeuginsassen bei Unfällen so schnell wie möglich gerettet und versorgt werden können.

Rettungsdatenblätter online abrufbar

Um den Rettungskräften bei einem Unfall ihre Arbeit zu erleichtern, wurde von der Automobilindustrie eine standardisierte Darstellung von technischen Informationen zur Rettung von Insassen aus Fahrzeugen geschaffen. Es handelt sich um fahrzeugmodellspezifische so genannte Rettungsdatenblätter. Die Gestaltung erfolgte in Abstimmung mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (VFDB) und den Rettungsärzten.

Um die Vielzahl der Rettungsdatenblätter effektiv, sicher und aktuell handhaben zu können, haben VDIK und VDA gemeinsam mit der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) und mit dem Bundesverkehrsministerium ein zukunftsweisendes Projekt initiiert. Dabei entwickelte die DAT im Auftrag von VDIK und VDA eine Software und dazugehörige Datenbank mit dem Namen SilverDAT FRS. Mithilfe der Software können Rettungskräfte über eine Online-Kennzeichenabfrage das jeweils zutreffende Rettungsdatenblatt eines verunfallten Fahrzeuges in Sekundenbruchteilen aufrufen. Außerdem besteht so absolute Sicherheit, dass richtige Datenblatt für das betreffende Fahrzeug heruntergeladen wird.

Die Qualität der verfügbaren Informationen wird dabei durch vertragliche Vereinbarungen zwischen DAT und den Automobilherstellern gewährleistet. Nur bei der DAT-Software SilverDAT FRS wird durch diese vertragliche Autorisierung durch die Fahrzeughersteller sichergestellt, dass immer die aktuellsten Informationen vorliegen und die größtmögliche Datenqualität erreicht wird.

Da bereits viele Rettungsdatenblätter auch mehrsprachig vorliegen, ist eine Übertragung des Systems auf andere Staaten möglich. Auch die Anbindung zum seit März 2018 europaweit für alle neuen Fahrzeugtypen der Fahrzeugklassen M1 und N1 vorgeschriebenen automatischen Notrufsystem eCall wurde bereits in der DAT FRS Software berücksichtigt.

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