Die Bundesregierung hat heute sowohl das Klimaschutzgesetz als auch ihr umfassendes Klimaschutzprogramm auf den Weg gebracht. Dazu sagte Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK): „Deutschland setzt sich ehrgeizige Klimaziele. Die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen des Verkehrssektors um 40 Prozent bis 2030 erfordert enorme wirtschaftliche und technologische Anstrengungen. Die Antriebswende ist dabei der Schlüssel: Nur wenn es gelingt, in den kommenden Jahren mehrere Millionen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf die Straßen zu bringen, sind die Ziele erreichbar. Gerade Elektrofahrzeuge, dazu zählen batterieelektrische Autos sowie Plug-In-Hybride, sind für deutsche Kunden auch dank des Angebots der internationalen Hersteller schon heute in großer Vielfalt verfügbar. Serienreife Brennstoffzellenfahrzeuge bieten einige VDIK-Mitgliedsunternehmen ebenfalls bereits an.“

Die Bundesregierung schafft nun einen neuen Rahmen für die CO2-Reduzierung. Zirpel weiter: „Der Mix aus einer CO2-Bepreisung und Einzelmaßnahmen setzt für Autofahrer das klare Signal: Es lohnt sich künftig noch mehr als bisher, emissionsarme Fahrzeuge zu kaufen. Bei der Ausgestaltung der Maßnahmen gilt es jedoch, Augenmaß zu wahren. Mobilität muss für alle Menschen bezahlbar bleiben, besonders für jene, die aus verschiedenen Gründen nicht umsteigen können. Auch Fahrzeuge mit konventionellem Verbrennungsmotor bleiben auf Jahre hinaus unverzichtbar.“

Die internationalen Hersteller begrüßen vor allem die Maßnahmen zur Förderung von emissionsarmen Fahrzeugen. Zirpel: „Neben der Unterstützung der Elektromobilität spielen auch Wasserstoff, E-Fuels und Bio-Gas für die Bundesregierung eine wesentliche Rolle. Der technologieoffene Ansatz ist erkennbar.“ Einzelmaßnahmen wie die Weiterentwicklung des Umweltbonus, die Umstellung der Kfz-Steuer auf CO2 und Verbesserungen für Elektro-Dienstwagen müssen weiter konkretisiert werden. „Zusätzliche Vorteile für Elektrofahrzeuge dürfen nicht zu weit in die Zukunft gelegt werden, sondern müssen baldmöglichst greifen. Wenn die höhere Förderung erst Anfang 2021 kommt, könnten Kunden die Anschaffung von Elektrofahrzeugen für über ein Jahr aufschieben. Damit wäre dem Klimaschutz nicht gedient“, so Zirpel. Die Beschlüsse sehen darüber hinaus eine breite Förderung des Aufbaus der Lade- und Tankinfrastruktur für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vor. Zirpel: „Das ist richtig und die unverzichtbare Grundlage, damit andere Anreizinstrumente überhaupt wirken können.“