Die Corona-Pandemie hat in Deutschland bisher ungekannte Auswirkungen auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Der VDIK fasst hier wichtige Regelungen für den Autohandel und Kfz-Werkstätten zusammen. Die Übersicht wird laufend aktualisiert.

Autohandel wird GEschlossen

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben am 13. Dezember 2020 weitreichende Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie gefasst. Der Einzelhandel wird ab 16. Dezember geschlossen geschlossen. Dazu zählen auch Autohäuser, die nun ebenfalls schließen müssen. Kfz-Werkstätten können hingegen geöffnet bleiben. Die Maßnahmen wurden mittlerweile verlängert und gelten aktuell bis zum 31. Januar befristet.
Beschluss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Regelungen in den Bundesländern

Die Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben die Länder in Landesverordnungen umgesetzt. Im Rahmen dieser Umsetzung kann es geringfügige Abweichungen geben.
Verordnungen der Bundesländer

Was bedeuten die Regelungen?

Kfz-Werkstätten dürfen nach allen bisher erlassenen Verordnungen aufgrund von Ausnahmeregelungen in den Verordnungen geöffnet bleiben, wobei die länderspezifischen Vorsichtsregeln (Abstände, Mund-Nasen-Schutz usw.) eingehalten werden müssen. Der Kfz-Handel ist lediglich in Thüringen ausdrücklich unter den Ausnahmen erwähnt, so dass dort Autohäuser geöffnet bleiben dürften, sofern dies nicht noch korrigiert wird. In allen anderen Bundesländern sind dagegen Autohäuser zu schließen, da diese in den Ausnahmen nicht erwähnt werden und deshalb zu dem normalen verbotenen Einzelhandel gehören. Dies bedeutet jedoch nach unserer Einschätzung, die auch vom ZDK geteilt wird, nicht, dass keine bereits bestellten Autos übergeben werden können.

Hilfestellung zur Erfüllung von Hygieneauflagen

In allen Bundesländern bestehen es Hygieneauflagen als Voraussetzung für die Öffnung von Autohäusern geben. Hilfestellungen für die Umsetzung der daher notwendigen Maßnahmen gibt vor allem der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, der einen entsprechenden Empfehlungskatalog herausgegeben hat. Darin werden Maßnahmen zur Einhaltung der Hygieneregeln, der Kontaktbeschränkungen und zur Steuerung des Zutritts zu Ausstellungsräumen werden im Automobilhandel empfohlen, um Infektionen von Kunden und Mitarbeitern mit dem Coronavirus zu vermeiden.
ZDK: Katalog mit Infektionsschutzmaßnahmen

Ist es derzeit möglich, Fahrzeuge zuzulassen?

Bei Zulassungsstellen kann es weiterhin zu Einschränkungen kommen. Nicht zuletzt aufgrund des massiven gemeinsamen Vorgehens von VDIK; VDA; ZDK und der IG Metall während des ersten Lockdowns hat das Bundesverkehrsministerium den Ländern bereits nachdrücklich empfohlen, von Erleichterungen im Zusammenhang mit der elektronischen Fahrzeugzulassung (i-Kfz) Gebrauch zu machen.

Die meisten Länderverordnungen enthalten keine Sonderregelungen, die eine Schließung von Zulassungsstellen im 2. Lockdown erforderlich machen würde. Thüringen regelt sogar ausdrücklich, dass Zulassungsstellen geöffnet bleiben „dürfen“. Allerdings bedeutet dies letztlich nur, dass eine Schließung nicht gesetzlich vorgegeben wird, sondern im Ermessen der Behörde steht. Der VDIK beobachtet sehr genau, wie dies in der Praxis gehandhabt wird.

Eine bundesweite Übersicht über noch geöffnete oder eingeschränkt arbeitende Zulassungsstellen hat die Firma Kroschke veröffentlicht, sie wird laufend aktualisiert.

Aktuelle Öffnungszeiten der Zulassungsstellen (Fa. Kroschke)

Für die Richtigkeit der Informationen können wir naturgemäß keine Gewähr übernehmen.