Connected Car Data – Mobilitäts- und Servicemodell der Zukunft

„Connected Car Data“ als Mobilitäts- und Servicemodell der Zukunft war Thema des parlamentarischen Frühstücks des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Automechanika Frankfurt. Bis zum Messetermin im September stehen aktuelle Aftersales-Fragen im Mittelpunkt der Dialog- und Veranstaltungsreihe „Road to Automechanika“.
Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr (BMV) betonte in seinem Grußwort die Bedeutung vernetzter Fahrzeuge und autonomer Flotten für die Zukunft der Mobilität. Dafür müssten nun die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, Sicherheit habe dabei höchste Priorität. Auch dürften Daten nur mit dem Einverständnis des Kunden geteilt werden.
VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Connected Car Daten ermöglichen eine neue Dimension individueller Servicelösungen und sind damit ein wesentlicher Baustein der Aftersales-Strategien der Zukunft. Der VDIK fordert sichere politische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Fahrzeugkunden und setzt sich für einen konstruktiven Austausch in der Automobilwirtschaft ein.“
Mit der Transformation in der Automobilwirtschaft wächst auch die Bedeutung und die Komplexität des Aftersales-Geschäftes. Die VDIK-Mitgliedsunternehmen entwickeln neue Initiativen und Geschäftsmodelle zur Loyalisierung im Privatkunden-, Flotten- und Unfallschadengeschäft. Gleichzeitig ermöglicht die Softwaretransformation neue Konzepte für interaktive und individualisierte Serviceangebote der Automobilhersteller. Weitere Markteilnehmer wie Versicherer, Fuhrparkbetreiber und Serviceanbieter sehen in Connected Data ebenfalls Chancen und arbeiten an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.
„Im Aftersales werden Geschäftsmodelle im Bereich der Fahrzeugdaten immer bedeutender. Als Plattform für Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird die Automechanika Frankfurt im September allen Akteuren ein Branchenforum zum Austausch und zur Weiterentwicklung dieser Technologie bieten“, so Michael Johannes, Vice President der Messe Frankfurt und Brandmanager der Automechanika.
Im Rahmen der Veranstaltung in den neuen Räumen des VDIK am Berliner Gendarmenmarkt beleuchtete Benedikt Middendorf von Deloitte in seinem Impulsvortrag die strategische und wirtschaftliche Bedeutung von Connected Car Data für den Fahrzeugmarkt und für die Automobilindustrie. Katharina Roecker von High Mobility/DAT und Felix Moser von FINN zeigten mögliche Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle in der Praxis. Die Angebote reichen bereits jetzt von Fuhrparklösungen über individuelle Serviceangebote bis hin zu speziellen Versicherungsprodukten.
Im anschließenden Panel diskutierten Patricia Stich (Volkswagen Group Info Services, Cariad), Jürgen Lobach (FINN), Dr. Thilo Wagner (DAT) und Maike Lamping (GDV) über die Chancen und Herausforderungen von verbundenen Fahrzeugdaten. Fazit: Verbundene Fahrzeugdaten nutzen in Zukunft Marktteilnehmern und Kunden, solange Fahrzeugsicherheit Priorität hat und Nutzer die Hoheit über ihre Fahrzeugdaten behalten.