Pressemeldungen 2011

03.12.2015

VDIK: Nutzfahrzeug-Markt 2015 wächst um 3,1 Prozent auf rund 330.000 Neuzulassungen - 2016 ist ein höheres Zulassungsniveau möglich

Frankfurt. Der Nutzfahrzeugmarkt in Deutschland entwickelt sich deutlich besser als vor einem Jahr erwartet. Das Jahr 2015 wird mit voraussichtlich rund 330.000 Neuzulassungen, einem Plus von 3,1 Prozent, abschließen. Im langfristigen Vergleich ist dies ein sehr hohes Niveau.

VDIK-Präsident Volker Lange: „Besonders freue ich mich darüber, dass das Marktwachstum überwiegend auf den guten Absatz unserer Mitgliedsunternehmen zurückgeführt werden kann. Aktuell liegen sie 11 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ich gehe davon aus, dass dadurch der Marktanteil der VDIK-Mitglieder am Jahresende von 25 auf 27 Prozent steigen wird.“

Das größte Volumen bei den Nutzfahrzeugen entfällt auf die Transporter bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht. Mit voraussichtlich 236.000 Neuzulassungen wird ein neues Rekordniveau erreicht. Die Erneuerung der Fahrzeugflotte ist damit auf einem guten Weg.

Erwartungsgemäß rückläufig ist der Absatz der Fahrzeuge zwischen 7,5 und 12 t zulässigem Gesamtgewicht, die ab 01. Oktober 2015 der Mautpflicht unterliegen, er ging um 15 Prozent zurück. Es ist klar zu erkennen, dass anstelle dieser Fahrzeuge nun schwerere Fahrzeuge erworben werden. Das allerdings nach wie vor relativ kleine Segment der Fahrzeuge zwischen 12 und 16 t zulässiges Gesamtgewicht legt um über 30 Prozent zu.

Lange weiter: „Auch die Nachfrage nach schweren Nutzfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 16 t verläuft sehr positiv. Ich erwarte rund 65.000 Neuzulassungen, ein im langjährigen Vergleich sehr respektables Ergebnis. Für das Jahr 2016 gehe ich insgesamt von einem stabilen Nutzfahrzeugmarkt auf hohem Niveau aus.“

Der VDIK kritisiert, dass zur Erhöhung der Mauteinnahmen in diesem Jahr nicht nur zusätzlich die Absenkung der Gewichtsgrenze für die Mautpflicht auf 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, sondern auch die Einbeziehung von 1.000 Kilometern zusätzlicher Bundesstraßen in die Mautpflicht umgesetzt worden sind. Für 2018 ist die Ausweitung der Mautpflicht auf alle Bundesstraßen vorgesehen. Es ist zu befürchten, dass diese neue, zusätzliche Belastung zu Lasten strukturschwacher und abseits gelegener Regionen gehen wird. Dies wird den Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft in diesen Regionen zur Folge haben.

VDIK-Präsident Lange: „Letztendlich geht im Güterverkehr kein Weg am Lkw vorbei. Er transportiert nach wie vor 70 Prozent der Güter in Deutschland. Insgesamt ist der binnenländische Güterverkehr seit dem Jahr 2000 um über 25 Prozent kräftig gestiegen, dieses Wachstum wurde zu 80 Prozent von der Straße gestemmt. Die fehlenden Lkw-Stellplätze an den überfüllten Autobahnraststätten verdeutlichen diesen Anstieg sehr anschaulich.“

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