Verkehrssicherheit

Nach Jahren des starken Rückgangs sank im Jahr 2007 erstmals die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland nur gering auf 4.970. Damit wird es auch für Deutschland schwieriger, das Ziel der EU zu erreichen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. Wie Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, ist dabei die Zahl der Verkehrstoten auf Landstraßen und die Zahl der getöteten Motorradbenutzer stark angestiegen, wohingegen die Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit weiterhin rückläufig sind. Dies zeigt, dass unabhängig von der ständigen Verbesserung der aktiven und passiven Sicherheit der Fahrzeuge auch andere Einflussfaktoren, wie z.B. das Wettergeschehen, die Infrastruktur und gesellschaftliche Verhaltensweisen das Unfallgeschehen stark beeinflussen. Zukünftig gilt es daher, neben dem weiteren Vorantreiben technischer Entwicklungen auch andere Konzepte zu entwickeln, die diesen Erkenntnissen stärker Rechnung tragen. Der VDIK unterstützt alle Aktivitäten zur Steigerung der Verkehrssicherheit, um das von der Europäischen Kommission formulierte Ziel zu erreichen. Aus Sicht des VDIK sind hierfür sinnvoll eingesetzte Fahrerassistenzsysteme ein wichtiger Baustein. Dabei muss der Mensch immer im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen, denn nur vom Fahrer akzeptierte Assistenzsysteme leisten einen signifikanten Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die internationalen Fahrzeughersteller haben bereits heute eine Vielzahl von Systemen im Markt, die teilweise schon seit Jahren erfolgreich angeboten werden. Sie unterstützen daher aktiv die EU-Initiative „eSafety“ sowie die Einführung von „e-Call“, auch wenn hier noch einige Detailprobleme gelöst werden müssen.

 


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Verschiedene Studien konnten aufzeigen, dass auch Tagfahrlicht einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten kann. Der VDIK befürwortet daher das Fahren am Tage mit speziell entwickelten Tagfahrleuchten, die die Erkennbarkeit des Fahrzeuges verbessern, eine Blendwirkung vermeiden und den Kraftstoffmehrverbrauch gering halten.

 

Ein wesentliches Potential zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bieten Systeme zur elektronischen Stabilitätskontrolle. Bei der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN/ECE) wurde nun eine Vereinbarung getroffen, die der EU erlaubt, die elektronische Stabilitätskontrolle künftig als Standard vorzuschreiben. Künftig müssen schwere Nutzfahrzeuge mit einer Genehmigung nach der ECE-Regelung Nr. 13 für Bremsen mit solchen Systemen ausgerüstet werden. Eine Pflicht für Lkw und Busse könnte damit bereits ab 2010 für alle Neufahrzeuge gelten. Die Ausrüstungspflicht soll schrittweise über mehrere Jahre eingeführt werden. Der VDIK begrüßt, dass mit dieser Entscheidung eine Empfehlung der Gruppe CARS 21 umgesetzt wird. Damit wird ein weiterer Schritt zur Harmonisierung der weltweit geltenden Sicherheitsstandards getan. Die verpflichtende Ausrüstung von Neufahrzeugen anderer Fahrzeugkategorien mit Systemen der aktiven Sicherheit wird ebenfalls bereits international diskutiert.

 

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