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Pkw-EnVKV (Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung)

Die EU-Richtlinie 1999/94/EG schreibt den Mitgliedsstaaten vor, Verbrauchern zum Neukauf von Pkw Informationen über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen bereit zu stellen. Deutschland setzte diese Vorgabe durch die 2004 in Kraft getretene Pkw-Energiekennzeichnungsverordnung um. 2011 novellierte die Bundesregierung die Verordnung. Seitdem werden in Deutschland angebotene Neuwagen mit einem Aushang versehen, der mittels einer Farbskala Auskunft zur Energieeffizienz des Fahrzeugs gibt. Im Unterschied zu vielen andern europäischen Ländern sind zur Einstufung nicht die absoluten CO2-Emissionen relevant, sondern es werden die CO2-Emissionen relativ zum Fahrzeuggewicht herangezogen. Ein Pkw gilt dann als besonders energieeffizient, wenn er bezogen auf sein Gewicht besonders wenig CO2-Emissionen aufweist.

Aktuell ist wieder eine Novellierung der PkwEnVKV in Arbeit. Sie ist notwendig, um die Umstellung der Verbrauchsmessung auf den WLTP-Zyklus auch im Hinblick auf eine einheitliche Information der Verbraucher zu gewährleisten. Seitens des Bundeswirtschaftsministeriums ist geplant, dass die neue Verordnung am dem 01.09.2018 in Kraft tritt.
Mittelfristig ist auch die Überarbeitung der EU-Richtlinie angekündigt. Der VDIK verspricht sich hiervon u.a., dass nach Verabschiedung die national höchst unterschiedlichen Umsetzungen der EU-Richtlinie zumindest angeglichen werden müssen und hofft auf vernünftig umsetzbare Vorgaben zur elektronischen Werbung.