Umwelt

Klimaschutz - Mobilität muss auch bei knapper werdenden Ressourcen bezahlbar bleiben

Die UN-Klimastudien kommt zum Ergebnis, dass die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachten CO2-Emissionen zu einer Erderwärmung führen und deutliche klimatische Veränderungen hervorrufen können, wenn sie nicht durch wirksame Maßnahmen weltweit begrenzt werden.

Der VDIK fordert in den Diskussionen mehr Sachlichkeit. Weltweit sind wirksame Maßnahmen aller Akteure erforderlich, um CO2-Emissionen deutlich zu verringern. Selbstverständlich werden auch die internationalen Kraftfahrzeughersteller hierzu ihren Beitrag leisten. Effektive Maßnahmen können jedoch nur eingeleitet werden, wenn die richtigen Schlussfolgerungen aus den nachfolgend aufgeführten Fakten gezogen werden.

Von den weltweiten CO2-Emissionen in der Größenordnung von ca. 800 Milliarden Tonnen pro Jahr sind weniger als 4 Prozent vom Menschen beeinflussbar. Diese ca. 29 Milliarden Tonnen reichen nach Ansicht von Klimaforschern jedoch aus, um Klimaveränderungen hervorzurufen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass nur 11,5 bis 14,0 Prozent davon auf den Pkw- und Lkw-Verkehr entfallen. Dies entspricht maximal 4,5 Milliarden Tonnen (ca. 0,5 Prozent) der weltweiten CO2-Emissionen. Auch diesen Wert gilt es zu verringern.

Die nebenstehende Grafik zeigt, wie sich in Deutschland die CO2-Emissionen nach Emittenten verteilen. Der Anteil des Straßenverkehrs an den gesamten CO2-Emissionen beträgt 18 Prozent.

Die internationalen Kraftfahrzeughersteller richten alle Anstrengungen auf die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen. Die sehr anspruchsvolle gesetzliche Regelung zur Begrenzung der CO2-Emissionen von Personenkraftwagen und Kleintransportern durch die Europäische Kommission erfordert die technologieneutrale Weiterentwicklung aller Antriebstechnologien. Neben den alternativen Antrieben kommt dem sauberen Diesel auch zukünftig eine besondere Bedeutung zu. Die Politik sollte die Verbraucher über gezielte Anreize ermuntern, sich für umweltfreundliche Fahrzeuge zu entscheiden und auch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu erwerben. Dies gilt erst recht für schwere Nutzfahrzeuge. Der VDIK fordert, dass neben der Automobilindustrie alle Akteure beispielsweise durch Abbau von Staus und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie durch sparsames Fahren an der Erreichung der Klimaschutzziele mitwirken.

Die internationalen Marken haben die durchschnittlichen CO2-Emissionen von 1995 bis Juni 2017 um 73 g/km gesenkt und liegen mit aktuell knapp 122,5 g/km CO2 weiterhin deutlich unter dem Durchschnittswert für Deutschland, der 127,5 g/km CO2 beträgt.

Angesichts der aktuell verstärkten Nachfrage nach SUV's und der zurückgehenden Dieselnachfrage, gehen die CO2-Emissionen zur Zeit nicht weiter zurück. Die Einhaltung der EU-Vorgabe von 95 g/km im Jahr 2020 bleibt damit eine Herausforderung.