Umwelt

Klimaschutz - Mobilität muss auch bei knapper werdenden Ressourcen bezahlbar bleiben

Die UN-Klimastudien kommt zum Ergebnis, dass die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachten CO2-Emissionen zu einer Erderwärmung führen und deutliche klimatische Veränderungen hervorrufen können, wenn sie nicht durch wirksame Maßnahmen weltweit begrenzt werden.

Der VDIK lehnt die hysterische Diskussion mit ihren mehr oder minder fachlich begründeten Lösungsvorschlägen ab und fordert, wieder zu mehr Sachlichkeit zurückzukehren. Weltweit sind wirksame Maßnahmen aller Akteure erforderlich, um CO2-Emissionen deutlich zu verringern. Es ist unbestritten, dass auch die internationalen Kraftfahrzeughersteller hierzu ihren Beitrag leisten werden.
Effektive Maßnahmen können jedoch nur eingeleitet werden, wenn die richtigen Schlussfolgerungen aus den nachfolgend aufgeführten Fakten gezogen werden.

Von den weltweiten CO2-Emissionen in der Größenordnung von ca. 800 Milliarden Tonnen pro Jahr sind weniger als 4 Prozent vom Menschen beeinflussbar. Diese ca. 29 Milliarden Tonnen reichen nach Ansicht von Klimaforschern jedoch aus, um Klimaveränderungen hervorzurufen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass nur 11,5 bis 14,0 Prozent davon auf den Pkw- und Lkw-Verkehr entfallen. Dies entspricht maximal 4,5 Milliarden Tonnen (ca. 0,5 Prozent) der weltweiten CO2-Emissionen. Auch diesen Wert gilt es zu verringern. Die internationalen Kraftfahrzeughersteller unternehmen hierzu erhebliche Anstrengungen.

Die nebenstehende Grafik zeigt, wie sich in Deutschland die CO2-Emissionen nach Emittenten verteilen. Der Anteil des Straßenverkehrs an den gesamten CO2-Emissionen beträgt 16 Prozent.

Die internationalen Kraftfahrzeughersteller richten alle Anstrengungen auf die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen. Sie sind zuversichtlich, die hohen selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Daher wird die Verschärfung der gesetzlichen Regelung zur Begrenzung der CO2-Emissionen von Personenkraftwagen und Kleintransportern der Europäischen Kommission skeptisch gesehen. Die Politik sollte die Verbraucher über gezielte Anreize und nicht über die Androhung von Strafzahlungen ermuntern, sich für umweltfreundliche Fahrzeuge zu entscheiden und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen zu erwerben. Dies gilt erst recht auch für schwere Nutzfahrzeuge.

Der VDIK fordert, dass alle betroffenen Akteure – also auch Mineralöl- und Reifenindustrie, der Staat durch Abbau von Staus und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie der Autofahrer durch sparsames Fahren – an der Erreichung der Klimaschutzziele mitwirken müssen.

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der internationalen Marken liegen mit aktuell knapp 122 g/km CO2 weiterhin deutlich unter dem Durchschnittswert für Deutschland, der 126,9 g/km CO2 beträgt.

Damit sind die VDIK-Mitglieder insgesamt auf einem guten Weg die EU-Vorgabe von 95 g/km im Jahr 2020 zu erreichen. Bereits heute stellen sie 58 Prozent des Modellangebotes von Pkw mit CO2-Emissionen bis zu 95 g/km in Deutschland.