Technik

Versicherungsfragen

Eine günstige Versicherungseinstufung ist für alle Fahrzeughersteller ein wichtiges Kriterium geworden. Kaum ein anderer Faktor beeinflusst die Kosten während der gesamten Fahrzeughaltedauer so stark wie die Versicherungseinstufung. Dabei kommt es verstärkt zu Zielkonflikten zwischen der Erfüllung der Fußgängerschutzrichtlinie und dem Erreichen einer günstigen Versicherungseinstufung. Neben der Fußgängerschutzrichtlinie wird seit 2010 als Testverfahren ergänzend zum Typklasseneinstufungstest ein Stoßfängertest berücksichtigt.

Dieser Test soll nach Ansicht der Versicherungswirtschaft dazu beitragen, zusätzlich zum Crashtest für die Ersteinstufung den Eigenschutz von Pkw weiter zu verbessern, die geometrische Kompatibilität der Fahrzeuge bei Kollisionen zu erhöhen und das reale Unfallgeschehen besser abzubilden. Der bei Fahrzeugen zur Verfügung stehende Deformationsraum muss daher, neben der Gewährleistung einer hohen passiven Sicherheit für die Insassen, für die Erfüllung der Fußgängerschutzanforderungen und des Stoßfänger- und Reparaturtests der Versicherungswirtschaft genutzt werden. Aufgrund der Produkt- und Entwicklungszyklen von Fahrzeugen ist es daher für die internationalen Kraftfahrzeughersteller besonders wichtig, dass Änderungen in den Einstufungskriterien langfristig planbar sind und möglichst international einheitliche Vorgehensweisen bei den Versicherungseinstufungen eingeführt werden.